SwissDRG - erste Auswirkungen auf Spitaleinkauf?

Erste Schlüsse zu ziehen wäre noch zu früh. Klar scheint nur, dass die Sachkosten ins zentrale Blickfeld von Optimierungsüberlegungen gerückt sind.

Aus Beschaffungssicht werden in einer ersten Phase über verbindliche Mengenbündelung Kosteneinsparungen im Einstand erzielt und zusätzlich über Sortimentsstandardisierung maximiert werden. In einer zweiten Phase wird die Reduktion von Prozesskosten in der Supply Chain (Waren-, Werte-, Informationsflüsse) an der Tagesordnung sein. Mit zunehmendem Reifegrad der Business Excellence in Spitälern werden sich zusätzliche Optimierungen in einer weiteren Phase auf die Prozesskosten der diagnostischen und therapeutischen Leistungserstellung verlagern; in dieser Phase werden die "Total Costs of Ownership" (TCO) der medizinischen Verbrauchs- und Investitionsgüter an Bedeutung gewinnen. Sodann werden TCO-Betrachtungen nicht selten in die Erkenntnis münden, dass nicht immer die günstigsten Produkte auch zwangsläufig zu tieferen Prozesskosten und damit besseren Deckungsbeiträgen führen.